Jüdische Rituale

Das Judentum ist eine Religion der Rituale. Jeder Feiertag verfügt über solche. Der Schabbat wird begrüßt mit dem Kerzenanzünden durch die Hausfrau. Verabschiedet wird er mit der Hawdala (Unterscheidungs) – Zeremonie, bei der symbolisch zwischen Schabbat und Feiertag getrennt wird. Kerzen gehören auch zu jedem Feiertag.

Rituale des Judentums

Zu den Jüdischen Ritualen gehören Speisen. Am Schabbat wird besonders reichhaltig gegessen; an Sukkot werden Früchte gegessen und zu Pessach darf nichts Gesäuertes auf den Tisch des Hauses kommen. Da zu diesem Termin auch nichts Gesäuertes im Hause sein darf, entstand aus dem Ritual der Vorbereitung des Hauses für Pessach auch außerhalb jüdischer Haushalte der Frühjahrsputz.

Viele Juden zählen die regelmäßigen Gebetszeiten mit zu den wesentlichen jüdischen Ritualen, auch wenn sie ihnen zumeist nur am Schabbat folgen. Die Halacha, das religiöse Gesetz, schreibt jedoch auch an Werktagen das Abend-, das Morgen- sowie das Nachmittagsgebet vor. Diese Reihenfolge ist die richtige, da der jüdische Tag mit Einbruch der Dämmerung beginnt.
Zu den bei Gebeten zu beachtenden jüdischen Ritualen gehört die Benutzung von Tefellin (Gebetsriemen) an Werktagen sowie das Umhüllen mit einem Tallit (Gebetsmantel bzw. Gebetsschal) bei jedem Morgengebet.
Bei orthodoxen Juden benutzen nur Männer Gebetsriemen und Gebetsschal; in liberalen und vielen konserativen Gemeinden ist Frauen die Verwendung dieser Ritualgegenstände ebenfalls gestattet.

Sehr bekannt in der nicht-jüdischen Bevölkerung die rituelle Trennung der Speisen zwischen milchig und fleischig. Milch- und Fleischgerichte dürfen nicht gemeinsam verzehrt werden. In gemäß der Halacha lebenden jüdischen Haushalten werden Milch- und Fleischspeisen nicht nur in verschiedenen Töpfen gekocht, sondern auch von unterschiedlichem Porzellan und mit unterschiedlichen Bestecken verzehrt.