Jüdische Feiertage

Zu den bekanntesten jüdischen Feiertagen gehören Jom Kippur (Versöhnungstag), Sukkot (Laubhüttenfest), Chanukka (Weihefest) und das Pessach Fest. Darüber hinaus werden neuere Feiertage begangen, wie Jom HaShoah (Holocaustgedenktag), Jom haZikaron (Gedenktag), Jom haAtzma´ut (israelische Unabhängigkeitstag) und Jom Jeruschalajim (Jerusalemtag). Allen jüdischen Feiertagen gemein ist das Gedenken an Gottes Bund mit dem jüdischen Volk und der geschichtlichen Überlieferung des Volkes. Die neueren Feiertage gedenken einerseits an das Leid des jüdischen Volkes (Holocaustgedenktag), andererseits an die Freude des staatlichen Neuanfangs.

Jom Kippur, der Versöhnungstag, ist der wichtigste jüdische Feiertag. Der Schwerpunkt liegt auf Reue und Versöhnung. In biblischen Zeiten gab es die Zeremonie der Opferung des “Sündenbocks”, der mit den Sünden des Volkes beladen in die Wüste geschickt wurde. Somit geschah die Beseitigung von Sünde und Schuld ihrer Gemeinschaft.

Sukkot, das Laubhüttenfest, gilt als größtes Freudenfest unter den jüdischen Feiertagen. Bei diesem Festtag baut die Familie eine Laubhütte, um an die Wüstenwanderung der Israeliten im Alten Testament zu erinnern. Der jüdische Feiertag Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem. Der Chanukka- Leuchter besitzt neun Arme und jeden Tag wird eine Kerze mehr angezündet, bis am Ende acht Kerzen brennen. Die neunte Kerze wird zum Anzünden der anderen verwendet. Dabei wird der Segen gesprochen.

Der höchste Festtag unter den jüdischen Feiertagen ist das Pessach Fest. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Im Alten Testament wird diese Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei sehr dramatisch geschildert. Für gläubige Juden begann damals der Bund zwischen Gott und seinem auserwählten Volk.